2004 - erste Gruppenausstellungen in Köln - Atelier Viehweger,Köln 1. Preis im KölnerKünstler-Wettbewerb „Nippes mal anders“
1994 Bühnenbild-und Kostümentwurf für die Inszenierung von Brecht’s„Baal“ Brokalhaus,München
1987 – 2000 Engagements als Schauspielerin,Sängerin und Regisseurin u. a. in Würzburg, Frankfurt, München, Düsseldorf,Dortmund und Köln durchSchauspielausbildung und Rollenarbeit Beginn der Beschäftigung mit Ausdrucksmittelnder Zeichnung und Malerei: Tusche-Zeichnungen,Cartoons, Plakatentwürfe, erste Bühnen-Ausstattungen, Porträts
1986 – 1990 Gesangsstudiumam Hermann-Zilcher-Konservatorium in Würzburg
In
ihrer neuen Einzelausstellung „Was ist hinter dem Vorhang?“ schaut Ulla Philipp
nun hinter das Hindernis, das sie mit ihrem Vorhang-Bild aus dem Jahr 2009
aufgebaut hat. Nur ist das kein leichtes Stück Stoff, den man einfach so
beiseite schieben kann. Nein, der Vorhang wirkt eher wie eine massive Wand, von
der der Putz fällt – alt, fleckig und brüchig, aber doch undurchdringlich.
Der
Blick, den Ulla Philipp nun frei gibt, ist hingegen bunt und ihre Figuren sind
so vielseitig wie die Künstlerin selbst – schließlich ist sie nicht nur
Malerin, sondern auch ausgebildete Sängerin und Schauspielerin. Ihre
Protagonisten sind verletzlich und stark, humorvoll und einsam, ängstlich und
heiter, konservativ und infantil. Sie spiegeln die gesamte Palette der
menschlichen Existenz wider - und genau das zeichnet auch ihre besondere
Qualität aus. Dabei schafft Philipp einen bemerkenswerten Spagat: Auf der einen
Seite legt sie sich nicht fest, auf der anderen wird sie deshalb aber noch
lange nicht beliebig oder gar gefällig. Und obwohl sie mittlerweile einen ganz
eigenen, fast schon unverwechselbaren Stil entwickelt hat, fällt eine
Einordnung weiterhin schwer.
Ihre
technischen Anfänge, in denen sie mit Spachtel und Farbrolle gearbeitet hat,
sind heute noch sichtbar. Und wenngleich sie mittlerweile zu differenzierteren
Mitteln und Techniken greift, bleiben ihre Leinwände doch immer auch sehr
physisch: Farbe wird aufgetragen und wieder herunter gekratzt, Papierstreifen
aufgeklebt und Farbe zerläuft. Manches geschieht intuitiv und sehr direkt. So
wie beispielsweise ihre reduzierte
Zeichnung „Ein Mann erschrickt vor sich selbst“ und auch das zarte
„Selbstbetrachtung mit schwarzer Einkaufstasche“.
Für
ihre anderen, „fantastischen“ Arbeiten holt Philipp sich ihre Inspiration
häufig aus den eigenen nächtlichen Träumen – so wie für „Bündel Beine“, in
denen mehrere Menschen kopfüber in einem viel zu engen Krater feststecken und
nur noch ihre Gliedmaßen oben heraus ragen, oder für „Die Träumer“, in denen
ihre Figuren – gesichtslose, konservative Bürger – die Bodenhaftung verlieren
und, von großen Luftballons auf dem Kopf gezogen, davon schweben. Diesen
humorvollen Leinwänden setzt Philipp dann allerdings immer wieder stille,
nachdenkliche Arbeiten entgegen, in denen einzelne Personen an den Bildrand
lehnen oder zerschnitten und wieder zusammengesetzt werden. Beide – Humor und
Nachdenklichkeit – liegen bei ihr sehr dicht beieinander – und genau das macht
auch den ganz besonderen Reiz ihres Œuvres aus.
Mein Bruder und ich auf der Schaukel (Privatsammlung)
Acryl auf Leinwand
100 x 100 cm
Balance
Acryl auf Leinwand
70 x 50 cm
Gäste im Foyer (Privatsammlung)
Acryl auf Leinwand
100 x 70 cm
ohne Titel (Auftragsarbeit/ Privatsammlung)
Acryl auf Leinwand
100 x 100 cm
Die Wartend (Privatsammlung)
Acryl auf Holz
20 x 40 cm
ohne Titel (Privatsammlung)
Acryl auf Leinwand
20 x 60 cm
ohne Titel
Acryl auf Leinwand
30 x 30 cm
Fächer
Mischtechnik
im Objektrahmen
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